Zum Erkunden von Oberflächen braucht man keinen Dialog,
da genügt ein Monolog.
Tiefe dagegen ist dialogisch, sie bedarf der Einfühlung.
Anhaften ist Trägheit.
Und die beste Medizin bei Trägheit ist Bewegung.
Worum geht es? Es geht um die notwendige Bewegung im Bewusstsein.
Diese Bewegung in Gang zu setzen, ist mein Anliegen.
Bediene ich mich einer psychologischen Sichtweise, dann entsteht diese Bewegung durch die Auseinandersetzung zwischen dem Ich und dem Unbewussten. Diesen Prozess nennt Jung den Individuationsprozess.
Aber schon Jung hat darauf verwiesen, dass die Psychologie des 21. Jahrhunderts sich mehr auf die Menschheit und die Welt als Ganzes wird beziehen müssen.
Deshalb ist eine erweiterte, eine integrale Sichtweise nötig.
Eine dritte ist dann die spirituelle Perspektive.
Mit anderen Worten
Ziel ist es, auf der individuellen Ebene, die Spaltung von Ich und Körper (Psyche und Soma) zu heilen, um den Gesamtorganismus offenbar werden zu lassen. Und auf einer noch tieferen Ebene geht es um die Aufhebung der Spaltung des Gesamtorganismus und der Umwelt, auf dem Wege zu einem Bewusstsein der Einheit allen Seins.
Jedes Erkennen und Überschreiten von Grenzen/Spaltungen der Wahrnehmung ist demzufolge eine Erweiterung derselben, ist Bewusstseinserweiterung.
Die Prozessorientierte Psychologie ist eine Methode des Lernens nach Arnold Mindell. Sie ist phänomenologisch ausgerichtet. Nicht in dem, was geschehen soll, sondern dem, was gerade bereits geschieht, zur Entfaltung und Entwicklung zu verhelfen, sieht sie ihre Aufgabe. Sie beinhaltet die Idee der Tiefen Demokratie, ein Instrument für den Dialog mit den Figuren und Rollen in der eigenen Seelenlandschaft wie auch im Außen.
Störungen der verschiedensten Art, wie Krankheiten, Konflikte, Depressionen werden als potentielle Sinnträger und Ausdruck des Traumkörpers gesehen - dessen Botschaften mit Hilfe sorgfältiger Beobachtung der Signale des oder der Betreffenden zur Entfaltung und zum Ausdruck verholfen werden. „Träumen” werden alle Erfahrungen, die sich der persönlichen Kontrolle entziehen, genannt.
Das Fundament
von Ken Wilbers integraler Philosophie ist die Erkenntnis, dass jedes Geschehen, jedes fühlende Wesen oder Objekt im Kosmos aus mindestens vier grundlegenden Perspektiven betrachtet werden kann. Mehr dazu unter „Integrale Sichtweise“.
„... der Mensch ist ja keine feste und dauernde Gestaltung, vielmehr ein Versuch und Übergang, Brücke zwischen Natur und Geist.” Hermann Hesse